CORENODAInformationen. Einordnen. Verstehen.
Antrag

Die Gewinnmargen der Mineralölindustrie deckeln

Initiator: Fraktion DIE LINKE Eingereicht: 11.06.2026 BT-Drs. 21/6465
Aktueller Status:Noch nicht beraten
Drucksache (PDF)

Worum geht es?

Die Fraktion DIE LINKE hat einen Antrag eingebracht, der darauf abzielt, die Gewinnmargen der Mineralölindustrie zu deckeln.

Betrifft dich das?

Direkt betroffen

  • Ja, wenn du ein Mineralölkonzern bist, der Treibstoffe verkauft.
  • Ja, wenn du regelmäßig Diesel oder Benzin tankst.

Indirekt betroffen

  • Ja, wenn du im Bundeskartellamt arbeitest und mit der Überwachung der Mineralölmärkte befasst bist.

Gesellschaftliches Interesse

  • Ja, wenn dich die Preisentwicklung von Treibstoffen und deren Einfluss auf die Lebenshaltungskosten interessiert.
  • Ja, wenn du die Marktmacht großer Konzerne kritisch siehst und eine stärkere Regulierung befürwortest.

Ziel des Vorhabens

Laut den Initiatoren soll das Vorhaben die überproportional gestiegenen Treibstoffpreise eindämmen, die durch die Marktmacht der Mineralölkonzerne und den Iran-Krieg verursacht wurden. Ziel ist es, die Bevölkerung und Wirtschaft von den steigenden Treibstoffpreisen zu entlasten.

Was ändert sich konkret?

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Derzeit können Mineralölkonzerne ihre Gewinnmargen weitgehend selbst bestimmen, was zu stark schwankenden Treibstoffpreisen führt.

Geplant ist

Die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne sollen gedeckelt werden, sodass Preiserhöhungen nur im Rahmen der Produktions- und Logistikkosten erfolgen können.

Beispiel: Wenn der Rohölpreis steigt, sollen die Treibstoffpreise nur in dem Maße steigen, wie es durch die tatsächlichen Kosten gerechtfertigt ist.

Auswirkungen auf bestehende Abläufe

Bisher: Die Preisbildung für Treibstoffe ist weitgehend unreguliert, und die Marktmacht der Mineralölkonzerne bleibt bestehen.

Neu: Es soll eine dauerhafte Preis- und Kostenkontrolle sowie Transparenz über die gesamte Lieferkette eingeführt werden.

In der Praxis: Die Ölkonzerne müssten ihre Preisbildung offenlegen, und Preiserhöhungen wären an tatsächliche Kosten gebunden.

Mögliche Folgen

  • Durch die Deckelung der Gewinnmargen könnten die Treibstoffpreise stabiler und für Verbraucher vorhersehbarer werden.
  • Die Umsetzung könnte zusätzlichen Verwaltungsaufwand für die Überwachung und Kontrolle der Preisbildung erfordern.

Zu beachten

  • Für die Einführung und Überwachung der Preisdeckelung wären detaillierte Informationen über Produktions- und Logistikkosten erforderlich.
  • Es könnte internationale Abstimmungen erfordern, um ähnliche Maßnahmen in anderen Ländern zu koordinieren.

Offene Fragen

  • Wie genau sollen die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne berechnet und kontrolliert werden?
  • Welche technischen und personellen Ressourcen sind für die Überwachung der Preisbildung erforderlich?

Warum reden viele darüber?

  • Das Thema erhält Aufmerksamkeit, weil es die Beeinflussung der Lebenshaltungskosten durch Treibstoffpreise betrifft und die Marktmacht großer Konzerne hinterfragt.
  • In der öffentlichen Debatte wird erörtert, wie eine faire Preisbildung im Energiesektor sichergestellt werden kann.

Wer ist betroffen?

MineralölkonzerneVerbraucher von Treibstoffen wie Diesel und BenzinBehörden wie das Bundeskartellamt