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Antrag

Eine Reform des Patientenrechtegesetzes ist überfällig - Rechte von Patientinnen und Patienten jetzt stärken

Initiator: Ausschuss für Gesundheit Eingereicht: 15.04.2026 BT-Drs. 21/5386
Aktueller Status:Abgelehnt
Drucksache (PDF)

Worum geht es?

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat einen Antrag eingebracht, der darauf abzielt, das Patientenrechtegesetz zu reformieren, um die Rechte von Patientinnen und Patienten zu stärken.

Betrifft dich das?

Direkt betroffen

  • Ja, wenn du Patientin oder Patient bist und deine Rechte bei Behandlungsfehlern geltend machen möchtest.

Indirekt betroffen

  • Ja, wenn du in einer medizinischen Einrichtung arbeitest und mit der Dokumentation oder dem Management von Behandlungsfehlern befasst bist.

Gesellschaftliches Interesse

  • Ja, wenn du dich für die Stärkung von Patientenrechten interessierst.
  • Ja, wenn du die Transparenz und Unabhängigkeit im Gutachterwesen für wichtig hältst.

Ziel des Vorhabens

Hierzu liegen im verfügbaren Material keine Angaben vor.

Was ändert sich konkret?

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Patientinnen und Patienten müssen bei Behandlungsfehlern oft komplexe Beweise erbringen, um Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Organisationsverantwortung von medizinischen Einrichtungen ist nicht immer klar geregelt.

Geplant ist

Das Gesetz soll Beweiserleichterungen einführen, indem das Beweismaß auf eine überwiegende Wahrscheinlichkeit reduziert wird. Zudem sollen medizinische Einrichtungen eine klarere Organisationsverantwortung erhalten und die Dokumentation sowie das Gutachterwesen sollen transparenter und unabhängiger gestaltet werden.

Beispiel: Ein Patient, der einen Behandlungsfehler vermutet, müsste nicht mehr den vollständigen Kausalitätsnachweis erbringen, sondern nur eine überwiegende Wahrscheinlichkeit nachweisen. Kliniken müssten sicherstellen, dass alle Änderungen in Patientenakten nachvollziehbar sind.

Auswirkungen auf bestehende Abläufe

Bisher: Das bestehende Haftungsrecht erfordert oft umfassende Beweisführungen von Patientinnen und Patienten. Die Verantwortung der medizinischen Einrichtungen ist nicht immer eindeutig geregelt.

Neu: Das Vorhaben würde die Beweisführung bei Behandlungsfehlern erleichtern und die Organisationsverantwortung medizinischer Einrichtungen gesetzlich klarer normieren.

In der Praxis: Patientinnen und Patienten könnten bei Schadensersatzansprüchen leichter Beweise erbringen, und medizinische Einrichtungen müssten ihre internen Abläufe transparenter gestalten.

Mögliche Folgen

  • Durch die Beweiserleichterungen könnten mehr Patientinnen und Patienten erfolgreich Schadensersatzansprüche durchsetzen.
  • Medizinische Einrichtungen müssten ihre internen Dokumentations- und Organisationsprozesse anpassen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Zu beachten

  • Die Umsetzung der Beweiserleichterungen könnte zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand in Kliniken führen.
  • Die Anpassung der Dokumentationspflichten erfordert möglicherweise technische Änderungen in den IT-Systemen der medizinischen Einrichtungen.

Offene Fragen

  • Wie hoch wären die Kosten für die Umsetzung der vorgeschlagenen Änderungen?
  • Welche technischen Maßnahmen sind erforderlich, um die Dokumentationssicherheit zu gewährleisten?

Warum reden viele darüber?

  • Das Thema erhält Aufmerksamkeit, weil es die Rechte von Patientinnen und Patienten bei Behandlungsfehlern betrifft und die Transparenz sowie Unabhängigkeit im Gesundheitswesen verbessern könnte.

Wer ist betroffen?

Patientinnen und Patientenmedizinische EinrichtungenKlinik- und MVZ-Leitungen