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Antrag

Für eine Friedensperspektive im Sudan - Humanitäre Hilfe ausbauen, Waffenlieferungen stoppen, UN-Embargo durchsetzen

Initiator: Auswärtiger Ausschuss Eingereicht: 22.04.2026 BT-Drs. 21/5553
Aktueller Status:Beschlussempfehlung liegt vor
Drucksache (PDF)

Worum geht es?

Die Fraktion DIE LINKE hat einen Antrag eingebracht, der darauf abzielt, die humanitäre Hilfe im Sudan auszubauen, Waffenlieferungen zu stoppen und das UN-Embargo durchzusetzen.

Betrifft dich das?

Direkt betroffen

  • Ja, wenn du in einem deutschen Rüstungsunternehmen arbeitest, das Exporte in die Region plant.
  • Ja, wenn du als Flüchtling aus dem Sudan nach Deutschland kommen möchtest.

Indirekt betroffen

  • Ja, wenn du in einer Organisation arbeitest, die humanitäre Hilfe im Sudan leistet.
  • Ja, wenn du in der deutschen Außenpolitik oder in einem Ministerium tätig bist, das mit internationalen Beziehungen befasst ist.

Gesellschaftliches Interesse

  • Ja, wenn dir die Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards wichtig ist.
  • Ja, wenn du dich für die deutsche Rüstungsexportpolitik interessierst.

Ziel des Vorhabens

Laut den Initiatoren soll der Antrag dazu beitragen, die humanitäre Krise im Sudan zu lindern, indem ein dauerhafter Waffenstillstand erreicht, Rüstungsexporte gestoppt und humanitäre Aufnahmeprogramme erweitert werden.

Was ändert sich konkret?

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Deutschland genehmigt Rüstungsexporte an Länder wie die VAE, Saudi-Arabien und Ägypten, die möglicherweise Waffen weiter in den Sudan exportieren.

Geplant ist

Es sollen keine Genehmigungen mehr für Rüstungsexporte an diese Länder erteilt werden, um Weiterexporte in den Sudan zu unterbinden.

Beispiel: Ein deutsches Unternehmen könnte keine Waffen mehr an die VAE verkaufen, die dann möglicherweise in den Sudan gelangen könnten.

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Die Aufnahme von Geflüchteten über das UNHCR-Resettlementprogramm ist ausgesetzt.

Geplant ist

Die Aussetzung soll aufgehoben werden, und alle Menschen mit Einreisezusage sollen sofort einreisen können.

Beispiel: Ein Flüchtling aus dem Sudan, der eine Einreisezusage hat, könnte sofort nach Deutschland einreisen.

Auswirkungen auf bestehende Abläufe

Bisher: Rüstungsexporte werden an bestimmte Länder genehmigt, ohne systematische Vor-Ort-Kontrollen.

Neu: Verbindliche Vor-Ort-Kontrollen zum Verbleib von exportierten Rüstungsgütern sollen konsequent durchgeführt werden.

In der Praxis: Deutsche Rüstungsunternehmen müssten sich auf regelmäßige Kontrollen ihrer Exporte einstellen.

Mögliche Folgen

  • Durch die Einstellung der Rüstungsexporte könnten deutsche Unternehmen finanzielle Einbußen erleiden.
  • Die Durchführung von Vor-Ort-Kontrollen könnte den Verwaltungsaufwand für deutsche Behörden erhöhen.
  • Die Aufhebung der Aussetzung des UNHCR-Resettlementprogramms könnte zu einer erhöhten Anzahl von Flüchtlingen führen, die nach Deutschland einreisen.

Zu beachten

  • Die Umsetzung der Vor-Ort-Kontrollen erfordert zusätzliche Ressourcen und könnte die Effizienz der Exportüberwachung beeinflussen.
  • Die humanitäre Aufnahme von Flüchtlingen könnte zusätzliche Kapazitäten in der Unterbringung und Versorgung erfordern.

Offene Fragen

  • Wie sollen die Vor-Ort-Kontrollen konkret umgesetzt werden?
  • Welche finanziellen Auswirkungen hat das Vorhaben auf die betroffenen deutschen Unternehmen?

Warum reden viele darüber?

  • Das Thema erhält Aufmerksamkeit, weil es die deutsche Außenpolitik und die Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards betrifft.
  • Es wird diskutiert, wie Deutschland seine Verantwortung in internationalen Konflikten wahrnimmt und welche Rolle die Rüstungsexportpolitik dabei spielt.

Wer ist betroffen?

Zivilbevölkerung im SudanDeutsche RüstungsunternehmenFlüchtlinge aus dem Sudan