CORENODAInformationen. Einordnen. Verstehen.
Phase 5

Gesetz für den Bürokratierückbau im Bereich des Bundesministeriums des Innern

Initiator: Bundesregierung (Bundesministerium des Innern) Eingereicht: 07.11.2025 BR-Drs. 639/25
Eingereicht
1. Lesung
Ausschuss
2./3. Lesung
Bundesrat
Vermittlungoptional
In Kraft
Aktueller Status:Bundesrat
Drucksache (PDF)

Worum geht es?

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der den Bürokratierückbau im Bereich des Bundesministeriums des Innern zum Ziel hat.

Betrifft dich das?

Direkt betroffen

  • Ja, wenn du in einem Pflegeheim lebst, da der bedingte Sperrvermerk abgeschafft wird.
  • Ja, wenn du als Polizeibeamtin oder Polizeibeamter arbeitest, da Verwaltungsaufgaben reduziert werden sollen.

Indirekt betroffen

  • Ja, wenn du in einer Meldebehörde arbeitest, da die elektronische Prozessabwicklung gestärkt wird.
  • Ja, wenn du in der Verwaltung tätig bist und von der Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren betroffen bist.

Gesellschaftliches Interesse

  • Ja, wenn dich die Modernisierung und Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung interessiert.
  • Ja, wenn du Wert auf eine effizientere Durchführung von Planungs- und Genehmigungsverfahren legst.

Ziel des Vorhabens

Laut den Initiatoren soll der Staat einfacher, digitaler und erfolgreicher werden, indem bürokratische Hürden abgebaut und die öffentliche Verwaltung modernisiert werden.

Was ändert sich konkret?

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Im Bundesmeldegesetz gibt es eine besondere Meldepflicht für Seeleute und einen bedingten Sperrvermerk für Pflegeheime. Daten werden an Adressbuchverlage übermittelt.

Geplant ist

Die Meldepflicht für Seeleute und der Sperrvermerk für Pflegeheime werden gestrichen. Die Datenübermittlung an Adressbuchverlage entfällt.

Beispiel: Seeleute müssen sich nicht mehr speziell melden, und Pflegeheime müssen keinen Sperrvermerk mehr beachten.

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

De-Mail-Server erfordern teure Spezialtechnik und Überprüfungsaufwand.

Geplant ist

Der Betrieb von De-Mail-Servern wird nicht mehr benötigt, da europäische Lösungen durch die eIDAS-VO vorhanden sind.

Beispiel: Behörden müssen keine De-Mail-Server mehr betreiben und können auf europäische Lösungen umsteigen.

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Polizeibeamte sind mit zahlreichen Verwaltungsaufgaben belastet.

Geplant ist

Anordnungs- und Genehmigungsanforderungen sowie Berichtspflichten für Polizeibeamte werden reduziert.

Beispiel: Polizeibeamte können sich stärker auf ihre Ermittlungsarbeit konzentrieren.

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung in Planungsverfahren steht vor digitalen Hürden.

Geplant ist

Die Ergebnisse der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung sollen in elektronischem Format übermittelt werden.

Beispiel: Planungsverfahren können schneller durchgeführt werden, da digitale Formate genutzt werden.

Auswirkungen auf bestehende Abläufe

Bisher: Die Verwaltung ist durch zahlreiche bürokratische Hürden geprägt.

Neu: Bürokratische Hürden werden abgebaut, um Prozesse zu vereinfachen und zu digitalisieren.

In der Praxis: Die öffentliche Verwaltung könnte effizienter und bürgerfreundlicher arbeiten.

Mögliche Folgen

  • Durch den Abbau bürokratischer Hürden könnten Bürger und Unternehmen zeitlich und personell entlastet werden.
  • Die Nutzung europäischer Lösungen könnte die Kosten für den Betrieb von De-Mail-Servern senken.

Zu beachten

  • Für die Umsetzung der Maßnahmen könnten zusätzliche Investitionen in digitale Infrastruktur erforderlich sein.
  • Die Abschaffung der Meldepflichten und Sperrvermerke könnte Anpassungen in den betroffenen Institutionen erfordern.

Offene Fragen

  • Wie werden die konkreten Einsparungen durch den Bürokratierückbau gemessen und überprüft?
  • Welche technischen Standards werden für die elektronische Übermittlung der Öffentlichkeitsbeteiligung festgelegt?

Warum reden viele darüber?

  • Das Thema erhält Aufmerksamkeit, da es die Effizienz und Modernisierung der öffentlichen Verwaltung betrifft.
  • Die Diskussion dreht sich um die Balance zwischen Bürokratieabbau und der Sicherstellung von Datenschutz und Sicherheit.

Wer ist betroffen?

Bürgerinnen und Bürger, die von bürokratischen Hürden betroffen sind.Unternehmen, die von Verwaltungsprozessen entlastet werden sollen.Behörden, insbesondere im Bereich des Bundesministeriums des Innern.