Gesetz zur Änderung des Agrarstatistikgesetzes und des Agrarorganisationen-und-Lieferketten-Gesetzes
Worum geht es?
Die Bundesregierung bringt ein Gesetz zur Änderung des Agrarstatistikgesetzes und des Agrarorganisationen-und-Lieferketten-Gesetzes ein. Es soll die Anpassung an EU-Vorschriften zur Agrarstrukturerhebung 2026 ermöglichen.
Betrifft dich das?
Direkt betroffen
- Ja, wenn du einen landwirtschaftlichen Betrieb führst, der bisher an stichprobenartigen Befragungen teilgenommen hat.
Indirekt betroffen
- Ja, wenn du in einer Behörde arbeitest, die mit der Erhebung und Verarbeitung von Agrardaten betraut ist.
Gesellschaftliches Interesse
- Ja, wenn dich die Nutzung von Verwaltungsdaten zur Entlastung landwirtschaftlicher Betriebe interessiert.
- Ja, wenn du an qualitativ hochwertigen Daten für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft interessiert bist.
Ziel des Vorhabens
Laut den Initiatoren soll das Agrarstatistikgesetz an das geänderte EU-Recht angepasst werden, um die Datenlieferverpflichtungen für die Agrarstrukturerhebung 2026 zu erfüllen.
Was ändert sich konkret?
Was ändert sich?
Aktuelle Situation
Landwirtschaftliche Betriebe werden stichprobenartig befragt, um Daten zur Agrarstruktur zu erheben. Die Erhebung umfasst auch Module zu Bodenbewirtschaftung, Maschinen und Bewässerung.
Geplant ist
Die Erhebung wird an EU-Vorgaben angepasst, wobei bestimmte Module ausgesetzt und vorhandene Verwaltungsdaten stärker genutzt werden. Dadurch werden bis zu 80.000 Betriebe von direkten Befragungen entlastet.
Beispiel: Ein landwirtschaftlicher Betrieb muss künftig keine stichprobenartige Befragung mehr ausfüllen, da die benötigten Daten aus vorhandenen Verwaltungsquellen bezogen werden.
Auswirkungen auf bestehende Abläufe
Bisher: Die Datenerhebung erfolgt durch stichprobenartige Befragungen der landwirtschaftlichen Betriebe.
Neu: Die Datenerhebung wird verstärkt durch die Nutzung vorhandener Verwaltungsdaten durchgeführt.
In der Praxis: Landwirtschaftliche Betriebe werden weniger durch direkte Befragungen belastet und die Erhebung wird effizienter gestaltet.
Mögliche Folgen
- Durch die Nutzung vorhandener Verwaltungsdaten könnten landwirtschaftliche Betriebe von administrativem Aufwand entlastet werden.
- Die Erhebung qualitativ hochwertiger Daten könnte für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft nützlich sein.
Zu beachten
- Es könnten zusätzliche Anforderungen an die Datensicherheit entstehen, da mehr Verwaltungsdaten genutzt werden.
- Die Umstellung auf die Nutzung von Verwaltungsdaten erfordert möglicherweise Anpassungen in den beteiligten Behörden.
Offene Fragen
- Wie wird die Datensicherheit bei der verstärkten Nutzung von Verwaltungsdaten gewährleistet?
- Welche technischen Anpassungen sind in den beteiligten Behörden erforderlich, um die neuen Anforderungen zu erfüllen?
Warum reden viele darüber?
- Das Vorhaben erhält Aufmerksamkeit, weil es die Entlastung landwirtschaftlicher Betriebe von administrativem Aufwand betrifft und die Nutzung von Verwaltungsdaten für statistische Erhebungen in den Fokus rückt.