CORENODAInformationen. Einordnen. Verstehen.
Phase 7

Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes - Wehrdienst-Modernisierungsgesetz (WDModG)

Initiator: Bundesregierung (Bundesministerium der Verteidigung) Eingereicht: 05.09.2025 BR-Drs. 441/25
Eingereicht
1. Lesung
Ausschuss
2./3. Lesung
Bundesrat
Vermittlungoptional
In Kraft
Aktueller Status:Inkrafttreten
Drucksache (PDF)

Worum geht es?

Die Bundesregierung bringt das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz (WDModG) ein, das den Wehrdienst modernisieren soll. Es umfasst die Einführung eines neuen Wehrdienst-Modells, die Umstellung des Freiwilligen Wehrdienstes in ein Dienstverhältnis als Soldat auf Zeit, die Erhöhung des Wehrsolds und die Einführung einer verpflichtenden Musterung ab 2027.

Betrifft dich das?

Direkt betroffen

  • Ja, wenn du als wehrpflichtiger Mann nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurdest.
  • Ja, wenn du dich freiwillig für den Wehrdienst interessierst.

Indirekt betroffen

  • Ja, wenn du im Personalmanagement der Bundeswehr tätig bist.
  • Ja, wenn du in der Verwaltung der Wehrersatzbehörden arbeitest.

Gesellschaftliches Interesse

  • Ja, wenn dich die Organisation und Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr interessiert.
  • Ja, wenn du Wert auf die Sicherung der Landes- und Bündnisverteidigung legst.

Ziel des Vorhabens

Laut den Initiatoren soll die Bundeswehr angesichts der Bedrohungslage in Europa durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine besser auf die Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtet werden. Ziel ist es, die personelle Aufwuchs- und Durchhaltefähigkeit der Streitkräfte zu verbessern und die Reserve zu stärken.

Was ändert sich konkret?

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Der Freiwillige Wehrdienst ist ein eigenständiges Modell, und die Wehrpflicht ist ausgesetzt. Es gibt keine verpflichtende Musterung.

Geplant ist

Der Freiwillige Wehrdienst wird in ein Dienstverhältnis als Soldat auf Zeit umgewandelt, und eine verpflichtende Musterung wird ab 2027 eingeführt. Der Wehrsold wird erhöht, und es gibt zusätzliche Leistungen zur Berufsförderung.

Beispiel: Ein junger Mann, der nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurde, muss ab 2027 an einer Musterung teilnehmen und könnte zum Wehrdienst verpflichtet werden, wenn die Situation es erfordert.

Auswirkungen auf bestehende Abläufe

Bisher: Die Wehrpflicht ist ausgesetzt, und es gibt keine umfassende Erfassung der Wehrpflichtigen.

Neu: Eine verpflichtende Erfassung und Musterung der wehrpflichtigen Männer wird eingeführt, und die Möglichkeit zur verpflichtenden Einberufung zum Grundwehrdienst wird geschaffen.

In der Praxis: Die Bundeswehr erhält ein besseres Lagebild über die verfügbaren Wehrpflichtigen, und es besteht die Möglichkeit, schnell auf personelle Anforderungen zu reagieren.

Mögliche Folgen

  • Durch die Einführung einer verpflichtenden Musterung könnte die Bundeswehr ein genaueres Bild über die Verfügbarkeit von Wehrpflichtigen erhalten.
  • Die Erhöhung des Wehrsolds und zusätzliche Leistungen könnten die Attraktivität des Wehrdienstes steigern und mehr Freiwillige anziehen.
  • Die Möglichkeit zur verpflichtenden Einberufung könnte die personelle Aufwuchs- und Durchhaltefähigkeit der Streitkräfte im Krisenfall verbessern.

Zu beachten

  • Die Umsetzung der verpflichtenden Musterung und der Erfassung könnte zusätzlichen Verwaltungsaufwand für die Wehrersatzbehörden bedeuten.
  • Die Speicherung und Verarbeitung der erfassten Daten erfordert besondere Sorgfalt im Hinblick auf den Datenschutz.

Offene Fragen

  • Wie hoch werden die zusätzlichen Kosten für die Umsetzung der neuen Maßnahmen sein?
  • Welche konkreten Kriterien werden für die verpflichtende Einberufung zum Grundwehrdienst herangezogen?

Warum reden viele darüber?

  • Das Vorhaben erhält Aufmerksamkeit, da es die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands in Zeiten erhöhter Bedrohungslagen stärken soll.
  • Es wird diskutiert, wie die Balance zwischen Freiwilligkeit und Verpflichtung im Wehrdienst gestaltet werden kann.

Wer ist betroffen?

wehrpflichtige Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008Freiwillige für den WehrdienstBundeswehr und deren Personalmanagement