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Antrag

Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer einführen

Initiator: Fraktion DIE LINKE Eingereicht: 21.05.2026 BT-Drs. 21/6102
Aktueller Status:Noch nicht beraten
Drucksache (PDF)

Worum geht es?

Die Fraktion DIE LINKE hat einen Antrag eingebracht, der das Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer einführen soll.

Betrifft dich das?

Direkt betroffen

  • Ja, wenn du als Ausländerin oder Ausländer dauerhaft in Deutschland lebst und an Wahlen teilnehmen möchtest.

Indirekt betroffen

  • Ja, wenn du in einer Behörde arbeitest, die für die Organisation von Wahlen zuständig ist.

Gesellschaftliches Interesse

  • Ja, wenn dich die Frage interessiert, wie demokratische Mitbestimmung in Deutschland organisiert ist.
  • Ja, wenn du der Meinung bist, dass alle dauerhaften Bewohner*innen eines Landes politische Mitbestimmungsrechte haben sollten.

Ziel des Vorhabens

Laut den Initiatoren soll das Vorhaben das demokratische Defizit beheben, indem alle dauerhaften Bewohner*innen eines Landes, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, an Wahlen teilnehmen können. Dies soll der demokratischen Idee entsprechen, dass alle, die dauerhaft einer staatlichen Herrschaft unterworfen sind, auch demokratische Rechte haben sollten.

Was ändert sich konkret?

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Nichtdeutsche Staatsangehörige sind unabhängig von der Dauer ihres Aufenthalts von der Teilnahme an Wahlen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene ausgeschlossen.

Geplant ist

Ausländerinnen und Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben, sollen das Recht erhalten, an Wahlen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene teilzunehmen.

Beispiel: Eine Person, die seit vielen Jahren in Deutschland lebt, aber keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, könnte künftig an Bundestagswahlen teilnehmen.

Auswirkungen auf bestehende Abläufe

Bisher: Das Wahlrecht ist an die deutsche Staatsangehörigkeit gebunden, mit Ausnahme des kommunalen Wahlrechts für EU-Bürger*innen.

Neu: Das Wahlrecht soll auch auf nichtdeutsche Staatsangehörige ausgeweitet werden, die dauerhaft in Deutschland leben.

In der Praxis: Die Wahlbeteiligung könnte steigen, da mehr Menschen berechtigt wären, ihre Stimme abzugeben.

Mögliche Folgen

  • Durch die Einführung des Wahlrechts für Ausländerinnen und Ausländer könnte die politische Repräsentation und Berücksichtigung ihrer Interessen in Deutschland gestärkt werden.
  • Die Organisation von Wahlen könnte komplexer werden, da mehr Menschen zur Wahl zugelassen werden müssten.

Zu beachten

  • Die Einführung eines Wahlrechts für Ausländerinnen und Ausländer könnte rechtliche Anpassungen und Klärungen erfordern, insbesondere im Hinblick auf die Definition von 'dauerhaftem Aufenthalt'.
  • Es könnten Debatten über die Auswirkungen auf die politische Landschaft und die Repräsentation entstehen.

Offene Fragen

  • Wie wird 'dauerhafter Aufenthalt' rechtlich definiert und überprüft?
  • Welche technischen und organisatorischen Maßnahmen sind erforderlich, um das Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer zu implementieren?

Warum reden viele darüber?

  • Das Thema erhält Aufmerksamkeit, weil es die Frage der politischen Mitbestimmung und Repräsentation von Millionen dauerhaft in Deutschland lebenden Menschen betrifft.
  • In der öffentlichen Debatte wird erörtert, wie demokratische Prinzipien mit dem Einwanderungscharakter Deutschlands vereinbar sind.

Wer ist betroffen?

Ausländerinnen und Ausländer, die dauerhaft in Deutschland lebenPolitische Institutionen, die Wahlen organisieren