CORENODAInformationen. Einordnen. Verstehen.
Antrag

Erhalt des Ackerstatus landwirtschaftlicher Flächen rechtssicher gewährleisten, unionsrechtliche Spielräume ausschöpfen und Fehlsteuerungen im Dauergrünlandschutz beseitigen

Initiator: Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Eingereicht: 17.04.2026 BT-Drs. 21/5436
Aktueller Status:Abgelehnt
Drucksache (PDF)

Worum geht es?

Die Fraktion der AfD hat einen Antrag eingebracht, der darauf abzielt, den Ackerstatus landwirtschaftlicher Flächen rechtssicher zu gewährleisten, die unionsrechtlichen Spielräume auszuschöpfen und Fehlsteuerungen im Dauergrünlandschutz zu beseitigen.

Betrifft dich das?

Direkt betroffen

  • Ja, wenn du Landwirt bist und Ackerflächen bewirtschaftest, die von der Umwandlung in Dauergrünland betroffen sein könnten.

Indirekt betroffen

  • Ja, wenn du in der landwirtschaftlichen Verwaltung tätig bist und mit der Umsetzung von EU-Vorgaben zur Flächennutzung befasst bist.

Gesellschaftliches Interesse

  • Ja, wenn dich die Balance zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und ökologischem Schutz interessiert.
  • Ja, wenn du ein Interesse an der nationalen Umsetzung von EU-Agrarpolitik hast.

Ziel des Vorhabens

Laut den Initiatoren soll der Antrag sicherstellen, dass landwirtschaftliche Flächen, die Teil der Fruchtfolge sind, ihren Ackerstatus behalten können und nicht automatisch zu Dauergrünland werden. Dies soll die Bewirtschaftungsfreiheit der Landwirte schützen.

Was ändert sich konkret?

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Flächen, die fünf Jahre lang für Grünfutter genutzt werden, gelten als Dauergrünland und können nicht ohne Weiteres wieder als Ackerfläche genutzt werden.

Geplant ist

Der Antrag fordert, dass Flächen, die am 1. Januar 2026 als Ackerfläche ausgewiesen waren, diesen Status behalten, unabhängig von der weiteren Bewirtschaftung.

Beispiel: Ein Landwirt könnte seine Flächen weiterhin flexibel nutzen, ohne sie umpflügen zu müssen, um den Ackerstatus zu erhalten.

Auswirkungen auf bestehende Abläufe

Bisher: Die nationale Umsetzung der EU-Vorgaben führt dazu, dass Flächen nach fünf Jahren Nutzung für Grünfutter zu Dauergrünland werden.

Neu: Der Antrag sieht vor, dass der Ackerstatus von Flächen durch eine nationale Regelung rechtssicher gewährleistet wird.

In der Praxis: Landwirte könnten ihre Flächen flexibler nutzen, ohne den Verlust des Ackerstatus befürchten zu müssen.

Mögliche Folgen

  • Durch die Einführung einer Stichtagsregelung könnte der bürokratische Aufwand für Landwirte reduziert werden.
  • Die Bewirtschaftungsfreiheit der Landwirte könnte gestärkt werden, da sie ihre Flächen flexibler nutzen könnten.

Zu beachten

  • Für die Umsetzung der Stichtagsregelung wären möglicherweise Anpassungen in der nationalen Gesetzgebung erforderlich.
  • Es könnte Zielkonflikte zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und ökologischem Schutz geben, die berücksichtigt werden müssen.

Offene Fragen

  • Wie genau soll die Stichtagsregelung in nationales Recht umgesetzt werden?
  • Welche konkreten Maßnahmen sind geplant, um die unionsrechtlichen Spielräume vollständig auszuschöpfen?

Warum reden viele darüber?

  • Das Thema erhält Aufmerksamkeit, weil es die Balance zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und ökologischem Schutz betrifft.
  • In der öffentlichen Debatte wird erörtert, wie die nationale Umsetzung von EU-Vorgaben zur Flächennutzung gestaltet werden sollte.

Wer ist betroffen?

Landwirte, die landwirtschaftliche Flächen bewirtschaften und von der Umwandlung von Ackerland in Dauergrünland betroffen sind.