Datenbasierte Faktenchecks

Data-Stories

Was sagen die amtlichen Zahlen wirklich? Wir nehmen verbreitete Behauptungen zu Arbeitsmarkt und Migration und prüfen sie gegen die Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Asyl-Erstanträge pro Jahr

20202025

Differenziert eingeordnet

Asyl in Zahlen: Was PRO ASYL beschreibt — und was die amtlichen Daten zeigen

PRO ASYL benennt reale Belastungen — aber Zugang, Bestand und Wirkung werden in der Debatte ständig vermischt. Die Erstanträge sinken seit 2023 stark, der Bestand steigt trotzdem, und die Schutzquote reicht 2024 von fast 100 % (Syrien) bis unter 1 % (Georgien).

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Syrische Tatverdächtige

20232025

Straftaten insgesamt

-29,4 %

Proxy ohne Aufenthaltsrecht

+10,9 %

Deliktgenau geprüft

Was die PKS sichtbar macht — und was der Dunkelfeld-Hinweis nicht erklärt

Das Unsichtbare erklärt das Sichtbare nicht weg.

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Grundkostenanteil 2023

niedriges → hohes Einkommen

Nach Einkommen aufgeschlüsselt

Löhne, Grundkosten, verfügbares Einkommen: Wer hat seit 2019 an Kaufkraft verloren?

Lebensmittel und Energie sind seit 2019 weit stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. Und niedrige Einkommensgruppen geben einen deutlich größeren Anteil ihres Budgets für genau diese Grundbedarfe aus — 2023 rund 64 % gegenüber 47 % oben.

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Erfasste Fälle pro Jahr

20172025

Differenziert eingeordnet

751 Gruppenvergewaltigungen in einem Jahr — explodiert die Zahl?

Die Zahl stimmt: 2025 erfasste die Polizei 751 gemeinschaftlich begangene Vergewaltigungen (inkl. Versuche) mit 772 Opfern. Aber „explodiert" trifft es nicht: Seit 2018 pendelt die Zahl relativ stabil zwischen rund 660 und 790 – 2025 ging sie sogar leicht zurück. Der einzige große Sprung liegt zwischen 2017 und 2018, und der ist vor allem ein Datenbruch durch die Reform des Sexualstrafrechts, keine reale Verdopplung. Und: „Gruppenvergewaltigung" ist kein eigener Straftatbestand, sondern eine Sonderauswertung.

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Frauenanteil in KI & IT · Skala bis 50 % (Parität)

2024

  • Bulgarien27,0 %
  • KI-Fachkräfte weltweit22,0 %
  • Informatik-Studium (DE)21,0 %
  • KI-Fachkräfte (DE)20,0 %
  • EU-Durchschnitt19,5 %
Differenziert eingeordnet

Frauen sind generell in der KI-Branche unterrepräsentiert

In der Richtung stimmt das – aber „generell" führt in die Irre. Der Frauenanteil in KI und IT liegt fast überall bei rund einem Fünftel: global etwa 22 % unter KI-Fachkräften, in Deutschland rund 20 %. Unterrepräsentation ist also real und breit. Doch das Wort „generell" verwischt zweierlei: Der Abstand zur Hälfte ist riesig – und Deutschland liegt am unteren Ende, während Länder wie Bulgarien (27 %) deutlich höher liegen. Es ist kein Naturgesetz, sondern stark länder- und kulturabhängig.

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Tatverdächtige je 100 Einw. der Gruppe · bereinigt

PKS 2025

  • Deutschland1,74 %
  • Rumänien7,16 %
  • Polen5,09 %
  • Türkei3,87 %
  • Afghanistan6,85 %
  • Syrien6,23 %
  • Ukraine3,83 %
  • Nichtdeutsche insgesamt4,66 %
Differenziert eingeordnet

Sind Ausländer krimineller als Deutsche?

Teils – aber die rohe Zahl führt in die Irre. Ja, die Tatverdächtigen-Quote ist für die meisten nichtdeutschen Gruppen höher als bei Deutschen (1,9 %). Rechnet man die Delikte heraus, die nur Nichtdeutsche überhaupt begehen können (illegale Einreise, Aufenthaltsverstöße), sinken die Spitzen deutlich: Syrien von 11,2 auf 5,6 %, Afghanistan von 14,6 auf 6,2 %. Aber auch bereinigt bleibt ein realer Abstand – mehrere Gruppen liegen beim Doppelten bis Dreifachen des deutschen Werts. Warum, lässt sich aus dieser Statistik allein nicht beantworten.

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Daten-basiert validiert

Wie verteilen sich Zuwanderungsgruppen auf Arbeit, Minijob und Arbeitslosigkeit?

Sehr unterschiedlich – je nach Zuwanderungsgrund. Bei EU-Arbeitsmigranten wie Rumänien sind gut zwei Drittel sozialversicherungspflichtig beschäftigt und nur 5,5 % arbeitslos; bei Fluchtherkünften wie der Ukraine sind es 29,9 % Beschäftigte bei 22,3 % Arbeitslosen.

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Daten-basiert widerlegt

Arbeiten die größten Zuwanderungsgruppen in Deutschland kaum?

Nein: Bei den meisten der zehn großen Herkunftsgruppen ist rund die Hälfte bis zwei Drittel der Erwerbsfähigen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Rumänien (67,5 %) und Polen (60,1 %) führen; Fluchtherkünfte wie Syrien (37,6 %) und die Ukraine (29,9 %) holen noch auf.

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Daten-basiert validiert

Hängt es vom Bundesland ab, wie gut Geflüchtete in Arbeit kommen?

Ja – die Beschäftigungsquote syrischer Staatsangehöriger reicht 2025 von rund 34 Prozent (Bremen) bis knapp 45 Prozent (Hamburg).

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Daten-basiert validiert

Immer mehr Ukrainer kommen in Deutschland in Arbeit?

Ja, der Trend stimmt: Die Zahl der beschäftigten ukrainischen Staatsangehörigen steigt seit 2022 Jahr für Jahr, absolut von rund 119.000 auf über 340.000 und anteilig von 20 auf knapp 36 Prozent. Beim Niveau gilt aber: Von den Erwerbsfähigen ist bislang gut ein Drittel in Arbeit.

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