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Antrag

Wasserrückhalt und Resilienz stärken - Einkommensperspektiven für Landwirte schaffen und Moorschutzverfahren beschleunigen

Initiator: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Eingereicht: 23.06.2026 BT-Drs. 21/6658
Aktueller Status:Noch nicht beraten
Drucksache (PDF)

Worum geht es?

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat einen Antrag eingebracht, der darauf abzielt, den Wasserrückhalt in der Landschaft zu stärken, Einkommensperspektiven für Landwirte zu schaffen und Moorschutzverfahren zu beschleunigen.

Betrifft dich das?

Direkt betroffen

  • Ja, wenn du als Landwirt oder Forstwirt tätig bist und deine Nutzung auf nasse Moornutzung umstellen möchtest.

Indirekt betroffen

  • Ja, wenn du Land besitzt, das für die Wiedervernässung von Mooren in Betracht kommt.
  • Ja, wenn du in einem Unternehmen arbeitest, das Biomasseprodukte aus Paludikulturen verarbeiten könnte.

Gesellschaftliches Interesse

  • Ja, wenn dich der Schutz von Mooren als Kohlenstoffspeicher interessiert.
  • Ja, wenn du dich für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen einsetzt.

Ziel des Vorhabens

Laut den Initiatoren soll der Wasserrückhalt in der Landschaft verbessert werden, um die Versorgung mit Wasser zu sichern, die Trinkwasserversorgung langfristig zu gewährleisten und die Wassersicherheit der verarbeitenden Wirtschaft zu stärken. Zudem sollen Moorflächen wiedervernässt werden, um den Wasserhaushalt zu verbessern, Ernteerträge zu sichern und zur Ernährungssicherheit beizutragen. Ein weiteres Ziel ist die Reduzierung von Treibhausgasemissionen durch die Wiederherstellung von Mooren.

Was ändert sich konkret?

Was ändert sich?

Aktuelle Situation

Über 90 Prozent der Moorflächen in Deutschland sind entwässert und verursachen jährlich rund 53 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente.

Geplant ist

Bis 2045 sollen 50.000 Hektar Moorflächen pro Jahr wiedervernässt und nass bewirtschaftet werden, um die CO₂-Emissionen um mindestens 28 Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren.

Beispiel: Ein Landwirt könnte seine Flächen auf Paludikulturen umstellen und Biomasse für die Herstellung von Verpackungsmaterialien oder Dämmstoffen produzieren.

Auswirkungen auf bestehende Abläufe

Bisher: Die meisten Moorflächen werden entwässert und konventionell landwirtschaftlich genutzt.

Neu: Die Moorflächen sollen wiedervernässt und für Paludikulturen genutzt werden, die wirtschaftlich attraktiv gestaltet werden sollen.

In der Praxis: Landwirte würden auf neue Anbauformen umstellen und könnten neue Einkommensquellen erschließen.

Mögliche Folgen

  • Durch die Wiedervernässung von Mooren könnten die CO₂-Emissionen erheblich reduziert werden.
  • Landwirte könnten neue Einkommensmöglichkeiten durch den Anbau von Paludikulturen erschließen.

Zu beachten

  • Für die Wiedervernässung ist ausreichend Wasser notwendig, um die Flächen nass zu halten.
  • Es könnten wirtschaftliche Risiken für Landwirte entstehen, die auf Paludikulturen umstellen.

Offene Fragen

  • Wie sollen die Wertschöpfungsketten für Biomasseprodukte aus Paludikulturen aufgebaut werden?
  • Welche finanziellen Unterstützungen sind für Landwirte geplant, die auf nasse Moornutzung umstellen?

Warum reden viele darüber?

  • Das Thema erhält Aufmerksamkeit, weil es sowohl den Klimaschutz durch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen als auch die wirtschaftlichen Perspektiven für Landwirte betrifft. Die Wiederherstellung von Mooren als Kohlenstoffspeicher ist ein bedeutender Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.

Wer ist betroffen?

Landwirte und Forstwirte, die sich auf nasse Moornutzung umstellen könnten.Landbesitzende, deren Flächen für die Wiedervernässung genutzt werden könnten.Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette, die Biomasseprodukte aus Paludikulturen verarbeiten.